
Die Herstellung von Bekleidung beansprucht natürliche Ressourcen wie Wasser und Energie. Gleichzeitig kommen in der Fertigung Chemikalien zum Einsatz, die Produkteigenschaften wie Funktionalität oder Schutzwirkung ermöglichen, aber auch Auswirkungen auf die Umwelt haben können. Hinzu kommen weltweit große Mengen an Textilabfällen, die beispielsweise bei der Produktion oder durch unverkaufte Waren entstehen. Umso wichtiger ist es, Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen, Abfälle zu vermeiden und Kreisläufe stärker mitzudenken.
Wir arbeiten deshalb daran, unsere Umweltauswirkungen Schritt für Schritt zu reduzieren. Sowohl in unserem eigenen Betrieb in Deutschland als auch gemeinsam mit unseren Produktionspartnern entlang der Wertschöpfungskette. Dabei setzen wir auf einen sparsamen Ressourceneinsatz, hohe Produktqualität, wenig Verpackungsmaterial sowie eine systematische Datengrundlage in der Lieferkette.
LANGLEBIGKEIT UND FESTES SORTIMENT
Ein wichtiger Hebel ist für uns die Langlebigkeit unserer Produkte. Je länger ein Artikel genutzt wird, desto seltener muss er ersetzt werden. Das spart Ressourcen über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Deshalb achten wir bereits in der Produktentwicklung auf robuste Materialien, Funktionalität und ein zeitloses Design.
Unser festes Sortiment an Never-out-of-Stock-Artikeln macht rund 98 Prozent unseres Angebots an Workwear aus und wird kontinuierlich vertrieben. Damit reduzieren wir das Risiko von Textilabfällen durch unverkaufte Ware. Jenseits dieses festen Sortiments bieten wir zweimal jährlich neue, saisonale Produkte sowie ab und zu limitierte Kleinserien an. Diese vertreiben wir über unseren Onlineshop, bis sie ausverkauft sind, und verringern auch dadurch Restbestände.

ENGAGEMENT IN DER LIEFERKETTE
Ein wesentlicher Teil der Umweltauswirkungen von Bekleidung entsteht in den vorgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit unseren Produktionspartnern daran, Ressourcen effizient einzusetzen, Umweltbelastungen zu verringern und relevante Umweltdaten systematisch zu erfassen. Dabei berücksichtigen wir unterschiedliche Umweltaspekte entlang der Lieferkette – von Klimaschutz und Chemikalienmanagement bis hin zu Wasser und Abfällen. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Datenerhebung möchten wir Verbesserungspotenziale frühzeitig erkennen und unseren Einfluss künftig fundierter messen und steuern können.
Die Einhaltung der von uns vorgegebenen Standards und Anforderungen (siehe Strauss Code of Conduct) ist für unsere Produktionspartner verpflichtend. Ihre Umsetzung überprüfen wir durch regelmäßige Lieferantenabfragen und Audits vor Ort.

Wasser ist eine wichtige Ressource in der Textilproduktion: Insbesondere bei sogenannten Nassprozessen wie Färben, Waschen oder Bleichen werden große Mengen Wasser benötigt. Gleichzeitig ist es eine zentrale Ressource für Ökosysteme, Wirtschaft und Gesellschaft und steht in vielen Regionen zunehmend unter Druck. Gemeinsam mit unseren Produktionspartnern setzen wir deshalb gezielt an diesen Prozessschritten an, um den Umgang mit Wasser stärker in betriebliche Entscheidungen einzubeziehen. Mehrere unserer Produktionspartner betreiben eigene Wasseraufbereitungsanlagen und setzen in ihren Färbe- und Ausrüstungsprozessen wassersparende Verfahren ein .
Auch die Vermeidung von Abfällen beginnt bereits in der Lieferkette, beispielsweise durch Materialreste aus der Produktion oder Materialverpackungen. Entsprechend unseren vertraglichen Anforderungen sind unsere Produktionspartner verpflichtet, Abfälle ordnungsgemäß zu trennen, sicher zu lagern und über zugelassene Entsorgungswege fachgerecht zu verwerten oder zu entsorgen.
Bei der Verpackung von Artikeln achten wir ebenfalls darauf, Ressourcen gezielt und sparsam einzusetzen. Der Plastikbeutel beispielsweise, in den einige unserer Produkte eingepackt sind, bietet Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz beim Transport. Wir setzen ihn nur dort ein, wo er nach unserer Prüfung zum Produktschutz erforderlich ist. Unempfindliche Artikel wie Hosen verpacken wir statt in Folie lediglich mit einer Papier-Banderole.
Weitere Informationen zu unserem Engagement im Bereich Klimaschutz und zu unserem Umgang mit Chemikalien finden sich auf den Seiten Klimaschutz und Produktsicherheit.
ENGAGEMENT AN UNSEREN STANDORTEN
Auch an unseren eigenen Standorten in Deutschland setzen wir auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Am Headquarter in Biebergemünd tragen Regenwassertanks zu einem effizienten Umgang mit Wasser bei. Sie versorgen den Brauchwasserbereich der Geschäftsgebäude. Das aufgefangene Regenwasser wird unter anderem für WCs und die Bewässerung der Grünanlagen genutzt und hilft dabei, Trinkwasser einzusparen.
Bei Versandverpackungen liegt unser Fokus darauf, Material einzusparen und Abfälle zu vermeiden. Kartons sind die in unserem Warenversand am häufigsten verwendeten Verpackungen. Wir überprüfen unsere Verpackungslösungen fortlaufend mit dem Ziel, Materialeinsatz und Verpackungsabfälle zu verringern. Sendungen mit wenigen oder kleinen Artikeln versenden wir – sofern dies für den sicheren Transport geeignet ist – in kleinen Kartonverpackungen oder Versandtaschen aus Sackkraftpapier. Bei der Auswahl unserer Verpackungsmaterialien berücksichtigen wir unter anderem Aspekte der Materialeffizienz und der Möglichkeit einer getrennten Sammlung nach Gebrauch.

Ein durchdachtes Packsystem hilft uns, den Einsatz von Füllmaterial auf das für den Produktschutz erforderliche Maß zu begrenzen. Wo Schutzmaterial notwendig ist, etwa bei zerbrechlichen Artikeln, verwenden wir Papierpolsterkissen, die wir aus an unserem Standort anfallendem Altpapier herstellen.
Die getrennte Sammlung von Papier, Karton und weiteren Verpackungsmaterialien ist Bestandteil unserer betrieblichen Prozesse. Anfallende Papier- und Kartonmengen werden mithilfe einer vollautomatischen Kartonpresse für die Abholung durch beauftragte Entsorgungsunternehmen vorbereitet.