
Unser Beitrag zum Klimaschutz ist uns als Markenhersteller und Familienunternehmen besonders wichtig. Klimaschutz bedeutet für uns, Treibhausgasemissionen möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen oder sie zu verringern. Unsere Schwerpunkte liegen dabei auf unseren Standorten sowie auf den Bereichen Logistik und Produktion.
Im Jahr 2025 haben wir erstmals eine umfassende Treibhausgasbilanz nach dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol erstellt. Damit schaffen wir Transparenz über unsere wesentlichen Emissionsquellen und eine belastbare Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Klimastrategie.
Treibhausgasemissionen 2025:
981.254 t CO₂e
(standortbasiert)
976.286 t CO₂e
(marktbasiert)
| Emissionskategorie | Emissionen |
|---|---|
| Scope 1 | 1.701 t CO2e |
| Scope 2 (marktbasiert) | 0 t CO2e |
| Scope 2 (standortbasiert) | 4.968 t CO2e |
| Scope 3 | 974.585 t CO2e |
Die Einheit t CO₂e (Tonnen CO₂-Äquivalente) fasst verschiedene Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan oder Lachgas auf Basis ihres globalen Erwärmungspotenzials in einer gemeinsamen Kennzahl zusammen. So lassen sich klimarelevante Auswirkungen über unterschiedliche Emissionsquellen hinweg vergleichbar darstellen.
Scopes beschreibt die verschiedenen Kategorien von Treibhausgasemissionen:
- Scope 1: direkte Emissionen im eigenen Betrieb
- Scope 2: indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie
- Scope 3: indirekte Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette
Marktbasierte vs. standortbasiert Scope-2-Emissionen: Die standortbasierte Methode bewertet unseren Stromverbrauch anhand des durchschnittlichen Emissionsfaktors des jeweiligen Stromnetzes. Die marktbasierte Methode berücksichtigt hingegen unsere konkrete Strombeschaffung. Da wir für unsere Geschäftsgebäude nachweislich Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen, betragen unsere marktbasierten Scope-2-Emissionen 0 t CO₂e.
SCOPE-1- UND SCOPE-2-EMISSIONEN
An unseren Standorten in Biebergemünd und Schlüchtern haben wir in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte erzielt: durch ein weiterentwickeltes Energiemanagement, den Einsatz erneuerbarer Energien, moderne Technologien und optimierte Prozesse.
Energiemanagementsystem nach ISO 50001
2025 haben wir an unseren zentralen Standorten in Biebergemünd und Schlüchtern ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt. Damit schaffen wir die Grundlage, Energie effizienter zu steuern, Potenziale gezielt zu erkennen und Verbesserungen dauerhaft im Unternehmen zu verankern. Unterstützt wird dies durch eine Energiemanagement-Software sowie interne Informationen und Empfehlungen für energieeffizientes Verhalten.
ISO 50001 Zertifikat herunterladen (PDF)
100 Prozent erneuerbarer Strom für unsere Geschäftsgebäude
Den Strom für alle unsere Geschäftsgebäude beziehen wir zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Auf den Dächern einiger unserer Geschäftsgebäude und Workwearstores setzen wir Photovoltaikanlagen ein. Unsere Photovoltaikanlage in Schlüchtern und Biebergemünd erzeugte 2025 insgesamt 794.046 kWh Strom. Den darüberhinausgehenden Bedarf decken wir seit 2016 mit Strom aus erneuerbaren Energien der Kreiswerke Main-Kinzig. Für eine sparsame und effiziente Energienutzung sorgen unter anderem ein Geothermiefeld an unserem Unternehmenscampus in Biebergemünd sowie ein Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung und eine Wärmerückgewinnung in den Lüftungsanlagen der CI Factory in Schlüchtern.
Fuhrpark
Auch unser Fuhrpark ist ein wichtiger Hebel zur Emissionsreduktion. Deshalb stellen wir ihn schrittweise auf effizientere und emissionsärmere Antriebe um. 2025 ist der Anteil von Elektro-, Hybrid- und Mild-Hybrid-Fahrzeugen weiter gestiegen. So verbessern wir das Emissionsprofil unserer Mobilität kontinuierlich und setzen auch künftig verstärkt auf alternative Antriebe.
ANTRIEBSARTEN IM STRAUSS-FUHRPARK
nach Anzahl der Fahrzeuge

Grau: Stand 31.12.2024, Rot: Stand 31.12.2025
SCOPE-3-EMISSIONEN
Der größte Teil unserer Treibhausgasemissionen entsteht entlang unserer Wertschöpfungskette, insbesondere in der Herstellung unserer Produkte. Daher setzen wir hier einen besonderen Schwerpunkt. Im Jahr 2025 beliefen sich unsere Scope-3-Emissionen auf 974.585 t CO2e. Während wir für Scope 1 und 2 überwiegend auf interne Primärdaten zurückgreifen, basieren die Berechnungen für Scope 3 derzeit in weiten Teilen auf modellierten Daten und Hochrechnungen gemäß GHG Protocol. So schaffen wir eine belastbare Grundlage, um Emissionen entlang der Wertschöpfungskette systematisch zu erfassen und die Datenbasis künftig weiter zu präzisieren.
Produktion
Der größte Teil unserer Treibhausgasemissionen entsteht in der Produktion bei unseren internationalen Geschäftspartnern. Deshalb arbeiten wir eng mit ihnen zusammen, um Umweltmanagement, Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien gezielt voranzubringen. Regelmäßige Abfragen, Audits und der direkte Austausch helfen uns dabei, Einsparpotenziale sichtbar zu machen und Verbesserungen anzustoßen.
Higg Index
Seit 2026 nutzen wir die Worldly Plattform und den Higg Index, um die Datengrundlage in unserer vorgelagerten Lieferkette zu verbessern. Unser Fokus liegt dabei auf Umweltkennzahlen die über das Higg Facility Environmental Model (Higg FEM) zu relevanten Themenfelder wie Wasser, Abfall und Energie erfasst werden. Mit Hilfe moderner, KI-gestützter Tools werden die gesammelten Daten analysiert, um Verbesserungspotentiale und Fortschritte sichtbar zu machen.
Ein Hauptaugenmerk liegt für uns auf der Reduzierung von Emissionen, die entlang unserer Produktion entstehen, sowie auf dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien in unserer Lieferkette. Eine belastbare Datenbasis ermöglicht es uns, unsere Lieferanten gezielt bei der Weiterentwicklung ihres Energiemanagements zu unterstützen – etwa durch passgenaue Trainings, die sich an ihrem individuellen Bedarf orientieren.
Logistik
Von der Fertigung bis ins Lager transportieren wir unsere Produkte vor allem per Schiff und Bahn statt per Flugzeug und Lkw,. Auch unsere Versanddienstleister arbeiten daran, Emissionen zu verringern. Gleichzeitig können wir durch die Vermeidung von Retouren und durch optimierte Logistikprozesse weitere Emissionen des Paketversandes einsparen.
Seit 2024 nehmen wir für ausgewählte Sendungen am Programm DHL GoGreen Plus teil. Das Programm unterstützt Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im DHL-Logistiknetz
Der Fokus liegt hierbei auf alternativen Antriebstechniken der Lieferfahrzeuge. Mit GLS haben wir in einem zehntägigen Pilotprojekt den ersten E-Lkw im Fernverkehr eingesetzt und teilweise in den Regelbetrieb überführt. So gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse für einen langfristig emissionsärmeren Logistikprozess. Darüber hinaus investiert GLS über die Organisation ClimatePartner in zertifizierte Klimaschutzprojekte.
